NACHHALTIGKEIT

Neue Impulse für Nachhaltigkeit

Das Jahr 2024 stand im Zeichen neuer Impulse für die Nachhaltigkeit. Im Nachhaltigkeitsgremium und darüber hinaus engagierten wir uns für eine stärkere Verankerung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und am Campus.

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Tiziana Gaito

Nachhaltigkeitsdelegierte der HWZ

Nachhaltigkeit als Teil unseres Denkens und Handelns

Das Jahr 2024 stand im Zeichen neuer Impulse für die Nachhaltigkeit. Im Nachhaltigkeitsgremium und darüber hinaus engagierten wir uns für eine stärkere Verankerung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und am Campus.

Ein Schwerpunkt lag auf der Integration der Nachhaltigkeit in die HWZ-Lehre. So diskutierten wir das Thema am diesjährigen Dozierendenkonvent, erarbeiteten eine Plattform mit praxisnahen Unterrichtsressourcen für HWZ-Dozierende und führten erstmals eine Weiterbildung für Dozierende durch, die Nachhaltigkeit stärker in ihre Kurse einbinden möchten. Zudem arbeiteten wir eng mit den Studiengangsleitenden der Bachelor-Programme zusammen, um Nachhaltigkeitsthemen stärker in bestehenden und neuen Kursen zu verankern.

Auch in der Forschung setzten wir mit Projekten zu ökologischen und sozialen Themen sowie zum Stakeholder Engagement Impulse. Diese Themen spiegeln die Dringlichkeit globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und sozialer Spannungen wider, denen wir mit unserer Forschung verantwortungsvoll und dialogorientiert begegnen.

Auch im 2025 wollen wir den Dialog vertiefen, noch mehr Dozierende für nachhaltige Lehre begeistern und die Nachhaltigkeit an der HWZ wirksam vorantreiben.

Nachhaltigkeitsaktivitäten aus der HWZ

Digitale Barrierefreiheit: Ein Schritt hin zu mehr Inklusion

Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre digitalen Produkte und Dienstleistungen für alle Benutzer:innen zugänglich zu machen. Für die mehr als 1,8 Millionen Menschen in der Schweiz, die mit einer Form von Beeinträchtigung leben, ist dies ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion. Diese Herausforderung für Unternehmen stand im Zentrum der Bachelorarbeit von Nils Kümin. Er widmete sich der Frage, wie der Bedarf an barrierefreien digitalen Produkten und Dienstleistungen in Schweizer Unternehmen ermittelt und umgesetzt werden kann. Seine Arbeit wurde mit dem UBS-Nachhaltigkeitspreis für herausragende Bachelorarbeiten der HWZ ausgezeichnet.

Zum Nachhaltigkeitspreis für herausragende Bachelorarbeiten

Events aus der Nachhaltigkeit

Diversity

Die HWZ schliesst sich dem Gislerprotokoll an

Das Gislerprotokoll steht für eine vielfältige Darstellung der Geschlechter in Kommunikation, Marketing und Werbung. Die HWZ begrüsst dieses Vorhaben und tritt im April 2024 nach der Berner Fachhochschule als zweite Hochschule dem Verein bei. Mit diesem Entscheid wird die Integration der Grundsätze des Gislerprotokolls in die Kommunikations- und Marketingaktivitäten sowie in den alltäglichen Sprachgebrauch und Auftritt der HWZ konsequent weitergeführt. Mit dem Beitritt wird die HWZ das 200. Mitglied des Gislerprotokolls.

Wie können vulnerable Gruppen mehr Selbstwirksamkeit erreichen?

In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz Kanton Zürich haben Sybille Sachs und Tiziana Gaito untersucht, wie die Selbstwirksamkeit vulnerabler Gruppen gestärkt werden kann. Da diese Gruppen aufgrund von Machtungleichgewichten oft wenig Einflussmöglichkeiten haben gelten sie typischerweise als «stille» Stakeholder. Als extreme Form «stiller» Stakeholder, hat dieses Projekt mit einem qualitativen Ansatz die Situation von abgewiesenen Asylsuchenden untersucht und mögliche Ansätze zur Stärkung der Selbstwirksamkeit identifiziert.

Digitale Nachhaltigkeit

Ressourceneffizienz durch die Anwendung von Process Mining

Die erfolgreiche Implementierung von Process Mining (PM) erfordert nicht nur eine ausgereifte digitale Infrastruktur, sondern auch hochwertige Prozessdaten. Eine nachhaltige Nutzung von PM setzt zudem eine verantwortungsbewusste Datennutzung und -qualität voraus, um Ressourcen effizient einzusetzen und Prozessoptimierungen mit minimalem ökologischem Fussabdruck zu erreichen. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird ein umfassendes Modell zur Bewertung und Verbesserung der Prozessqualität vorgeschlagen. Durch die Sicherstellung hoher Datenqualität trägt das Modell nicht nur zur PM-Bereitschaft bei, sondern unterstützt auch nachhaltige Geschäftsprozesse, indem es Ineffizienzen reduziert und datengetriebene Entscheidungen für eine ressourcenschonende Prozessgestaltung ermöglicht. Der Fokus liegt dabei auf der Quantifizierung von sieben zentralen Dimensionen – Vollständigkeit, Korrektheit, Glaubwürdigkeit, Konsistenz, Verfügbarkeit, Aktualität und Interoperabilität – sowie auf die vier unterstützenden Dimensionen Governance, Strategie, Technologie und Kultur. Durch die Integration quantitativer und qualitativer Messgrössen werden Einschränkungen bestehender Modelle überwunden, die oft die prozessspezifische Datenqualität vernachlässigen. Das Projekt wurde am 6th Annual International Conference on AI and Data Science: Enabling Process Mining through a Process Data Quality Maturity Model im Juli 2025 präsentiert.