PM-SEMINAR
Wirtschaftsinformatik-Studierende optimieren Leadmanagement bei Swiss Life
Studierende aus dem Bachelor Wirtschaftsinformatik HWZ entwickelten im Projektmanagement-Seminar 2024 für Swiss Life innerhalb weniger Tage Data Science-Modelle, um ihr Leadmanagement zu optimieren. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen das enorme Potenzial praxisnaher Projekte in der Hochschulausbildung.
Im Rahmen der berufsbegleitenden Bachelor-Studiengänge in Business Communications (BBC) und Wirtschaftsinformatik (BWI) führt die HWZ Projektmanagement-Seminare durch, wobei die Studierenden innovative Lösungen für reale Praxis-Cases erarbeiteten.
Das jüngste Projekt, in Zusammenarbeit mit Swiss Life, fand Mitte April statt. Studierende des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsinformatik der HWZ verbrachten intensive Tage in Murg, um im Auftrag von Swiss Life ein Data Science-Projekt durchzuführen und dabei Data Science-Modelle zu entwickeln. Ihr Ziel war es, mittels Data Analytics und Machine Learning das Leadmanagement bei Swiss Life zu optimieren.
Die daraus gewonnenen Ergebnisse waren bemerkenswert und äusserst spannend.
- Unter anderem wurde herausgefunden, dass Beraterinnen eine höhere Chance haben, einen Vertragsabschluss zu erzielen als Berater.
- Ebenso identifizierten die Studierenden bestimmte Kundenprofile mit einer erhöhten Abschlusswahrscheinlichkeit.
- Phase 1: Zuerst müssen die relevanten Stakeholder und die zentralen Herausforderungen identifiziert werden. Es ist wichtig, alle betroffenen Organisationen, Gruppen und Personen frühzeitig einzubeziehen und gemeinsam klare Regeln für die Zusammenarbeit zu definieren.
- Phase 2: Danach geht es darum, die konkrete gemeinsame Herausforderung und möglichen Lösungen gemeinsam zu erkunden. In diesem Schritt wird ein tiefes Verständnis für die verschiedenen Ursachen, Konsequenzen und Interessen im Zusammenhang mit dieser Herausforderung entwickelt.
- Phase 3: Dieses gemeinsame Verständnis bildet dann die Grundlage, auf welcher mögliche Lösungsansätze diskutiert und konkretisiert werden. Anschliessend erfolgt die Umsetzung der entwickelten Lösungen. Dabei ist wichtig, dass diese nicht nur unter den Teilnehmenden des Prozesses akzeptiert werden, sondern auch in die jeweiligen Organisationen integriert werden.
- Phase 4: Schliesslich werden die umgesetzten Lösungen evaluiert und kontinuierlich verbessert.
Bei der Umsetzung gibt es einige Herausforderungen, was sind die grössten?
Tiziana: Eine grosse Herausforderung ist, dass die teilnehmenden Stakeholder häufig unterschiedliche Werte und Interessen haben, die zu Konflikten führen können. Wenn diese Konflikte nicht gelöst werden, kann dies dazu führen, dass einzelne Stakeholder aus dem Prozess aussteigen. Dies kann unter Umständen den gesamten Innovationsprozess gefährden. Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn die oder der neutrale Moderator:in neben Moderations- auch über Konfliktlösungskompetenzen verfügt.
Ramona, welche Rolle spielt das Wohlbefinden der Stakeholder in diesem Prozess?
Das Wohlbefinden der Teilnehmenden ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Multi-Stakeholder Settings. Wenn die Teilnehmenden das Gefühl haben, offen sprechen zu können und dass ihre Perspektive ernst genommen wird, steigt die Bereitschaft, sich aktiv in den Prozess einzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Umgekehrt kann ein negatives Wohlbefinden – etwa durch Unsicherheit oder Stress – den Innovationsprozess behindern. Auch hier spielt die neutrale Moderation eine zentrale Rolle, indem sie den Teilnehmenden einen sicheren psychologischen Rahmen im Prozess bietet.
In den letzten Jahren hat sich der Multi Stakeholder Ansatz aufgrund der immer komplexeren Themen bewährt, da Unternehmungen zusammen mit ihren Stakeholdern innovative Lösungen entwickeln können.