PM-SEMINAR

Wirtschaftsinformatik-Studierende optimieren Leadmanagement bei Swiss Life

Studierende aus dem Bachelor Wirtschaftsinformatik HWZ entwickelten im Projektmanagement-Seminar 2024 für Swiss Life innerhalb weniger Tage Data Science-Modelle, um ihr Leadmanagement zu optimieren. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen das enorme Potenzial praxisnaher Projekte in der Hochschulausbildung.

Studienbericht zero trust marktstudie 2024

Im Rahmen der berufsbegleitenden Bachelor-Studiengänge in Business Communications (BBC) und Wirtschaftsinformatik (BWI) führt die HWZ Projektmanagement-Seminare durch, wobei die Studierenden innovative Lösungen für reale Praxis-Cases erarbeiteten.

Das jüngste Projekt, in Zusammenarbeit mit Swiss Life, fand Mitte April statt. Studierende des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsinformatik der HWZ verbrachten intensive Tage in Murg, um im Auftrag von Swiss Life ein Data Science-Projekt durchzuführen und dabei Data Science-Modelle zu entwickeln. Ihr Ziel war es, mittels Data Analytics und Machine Learning das Leadmanagement bei Swiss Life zu optimieren.

Die daraus gewonnenen Ergebnisse waren bemerkenswert und äusserst spannend.

  • Unter anderem wurde herausgefunden, dass Beraterinnen eine höhere Chance haben, einen Vertragsabschluss zu erzielen als Berater.
  • Ebenso identifizierten die Studierenden bestimmte Kundenprofile mit einer erhöhten Abschlusswahrscheinlichkeit.
Portrait patrizia dapra

Sechs wichtigste Erkenntnisse aus der Studie

  • Der Nutzen der fünf untersuchten Dimensionen von Cyber Security – Identity Management, Access Management, Endpoint Security, Security Architecture, People Security (siehe Studienbericht, S. 8-9) – wurde von den Teilnehmenden mit durchschnittlich 64.5% als recht hoch eingestuft.
  • Unternehmen stimmten mit 56.4% zu, dass sie mit Cybersicherheit-Bedrohungen angemessen umgehen und Strategien dazu hätten. Zusammenfassend sehen die Unternehmen den Nutzen von Cyber Security, sind aber selbstkritisch bezüglich des Stands des eigenen Unternehmens in dem Bereich.
  • Es gibt zwischen kleinen und grossen Unternehmen einige Unterschiede, wie sie die Cyber Security Dimensionen umsetzen. Insbesondere bei den Dimensionen Identity Management, Endpoint Security und People Security sind die kleinen Unternehmen (<250 Mitarbeitende) weniger fortgeschritten als die grossen (>2500 Mitarbeitende). Die mittleren (250–2500 Mitarbeitende) liegen generell dazwischen.
  • In der Dimension der People Security stimmen die kleinen Unternehmen mit 69% viel stärker zu, dass sie über eine Sicherheitskultur verfügen, die den Schutz von Daten als natürlichen Wert anerkennt und die Mitarbeitenden motiviert, dies mitzutragen. Bei den grossen Unternehmen ist es nur 55% und bei den mittleren beträgt sie bloss 45%.
  • In der Studie wurden drei Branchengruppen unterschieden: - IT, Industrie, Verkehr & Handel - Banken, Versicherungen & andere Dienstleistungen - Gesundheit, Bildung & öffentlicher Sektor. Über die verschiedenen Dimensionen hinweg fiel auf, dass sich die Branchengruppe Gesundheit, Bildung & öffentlicher Sektor in mehreren Fällen selbstkritischere oder vorsichtigere Einschätzungen abgaben als die Unternehmen der anderen Branchen.
  • Die Ergebnisse zeigen, dass 70% der teilnehmenden Unternehmen gezielte Lerninhalte zu Cybersecurity bereitstellen, während bei nur 52% der Unternehmen Angriffs-Simulationen durchgeführt werden. Der Grund dafür liegt möglicherweise darin, dass Angriffs-Simulationen aufwendiger sind. Allerdings gelten sie als effektiv. Lerninhalte sind einfacher bereitzustellen. Aus der Umfrage geht allerdings nicht hervor, ob diese tatsächlich genutzt werden.