PM-SEMINAR

Wirtschaftsinformatik-Studierende optimieren Leadmanagement bei Swiss Life

Studierende aus dem Bachelor Wirtschaftsinformatik HWZ entwickelten im Projektmanagement-Seminar 2024 für Swiss Life innerhalb weniger Tage Data Science-Modelle, um ihr Leadmanagement zu optimieren. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen das enorme Potenzial praxisnaher Projekte in der Hochschulausbildung.

Capstone projekt 2023 2024

Im Rahmen der berufsbegleitenden Bachelor-Studiengänge in Business Communications (BBC) und Wirtschaftsinformatik (BWI) führt die HWZ Projektmanagement-Seminare durch, wobei die Studierenden innovative Lösungen für reale Praxis-Cases erarbeiteten.

Das jüngste Projekt, in Zusammenarbeit mit Swiss Life, fand Mitte April statt. Studierende des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsinformatik der HWZ verbrachten intensive Tage in Murg, um im Auftrag von Swiss Life ein Data Science-Projekt durchzuführen und dabei Data Science-Modelle zu entwickeln. Ihr Ziel war es, mittels Data Analytics und Machine Learning das Leadmanagement bei Swiss Life zu optimieren.

Die daraus gewonnenen Ergebnisse waren bemerkenswert und äusserst spannend.

  • Unter anderem wurde herausgefunden, dass Beraterinnen eine höhere Chance haben, einen Vertragsabschluss zu erzielen als Berater.
  • Ebenso identifizierten die Studierenden bestimmte Kundenprofile mit einer erhöhten Abschlusswahrscheinlichkeit.

Prof. Dr. Evangelos Xevelonakis, Leiter des Centers for Data Science & Technology und Studiengangsleiter Bachelor Wirtschaftsinformatik HWZ, lobte die gesamte Studiengruppe: «Es war beeindruckend, wie sich das Team innerhalb von wenigen Tagen mit dem Businessmodell und den Daten von Swiss Life ergebnisorientiert auseinandergesetzt hat. Sowohl das Vorgehen als auch die verwendeten Tools (R, Python, KNIME) wurden problemspezifisch eingesetzt. Basierend auf einer gründlichen Analyse haben die Teams spannende Handlungsempfehlungen abgegeben und einen Beitrag zur Optimierung des Leadmanagements geliefert.»

Doch nicht nur der Studiengangsleiter war zufrieden. Auch Daniel Stojakovic, Senior Projektleiter Customer Development bei Swiss Life, äusserte sich positiv über die Zusammenarbeit:

Capstone projekt 2023 2024 gewinnerteam

Die Idee für das Projekt entstand aus einem klaren Ziel: Den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in einem Business Case zu demonstrieren, der nicht nur zukunftsweisend ist, sondern auch einen nachhaltigen und innovativen Effekt erzielt. Die Studierenden wurden bei einem Weinabend inspiriert und stellten fest, dass trotz des breiten Spektrums an bereits existierenden Lösungen in der Landwirtschaft noch Raum für Innovationen besteht. Durch intensive Recherche und Analyse verschiedener Bereiche und durch die Kombination und den Vergleich bestehender Business Cases gelang es der Gruppe, einen einzigartigen Ansatz zu entwickeln: Agra-Tech. Das Kernstück des Start-ups ist eine Online-Plattform, die es Landwirt:innen ermöglicht, ihre Felder mithilfe von Drohnen zu überwachen und anschliessend zu analysieren. Agra-Tech unterstützt die Bäuer:innen dabei, die richtigen Drohnen zu beschaffen. Die gesammelten Daten werden dann von einem KI-Modell analysiert, um gezielt Probleme wie Schädlingsbefall zu identifizieren und so den Einsatz von Pestiziden zu optimieren und kostengünstiger zu arbeiten. Die Skalierbarkeit dieser innovativen Lösung liegt darin, den Bäuer:innen zu einem späteren Zeitpunkt genauere Informationen über ihre Felder zur Verfügung zu stellen und sie bei der Entscheidung über die Aussaat geeigneter Ressourcen zu unterstützen.

Zusammenfassend soll durch Agra-Tech ein kontrollierter Einsatz von Sprühmittel gefördert werden, um die folgenden sechs positiven Auswirkungen zu erzielen:

  • Unter anderem wurde herausgefunden, dass Beraterinnen eine höhere Chance haben, einen Vertragsabschluss zu erzielen als Berater.
  • Ebenso identifizierten die Studierenden bestimmte Kundenprofile mit einer erhöhten Abschlusswahrscheinlichkeit.

Agra-Tech führt somit nicht nur zu einer effizienteren Bewirtschaftung der Felder, sondern auch zu einer Reduzierung der Umweltbelastung und der Betriebskosten für die Landwirte und Landwirtinnen.

Was war die grösste Herausforderung bei dem Projekt?

Eine der grössten Herausforderungen für das Team bestand darin, eine innovative Idee zu entwickeln, die noch nie zuvor umgesetzt wurde. Dank ihres im Studium erworbenen Fachwissens und ihrer Entschlossenheit, ihre Komfortzone immer wieder zu verlassen, haben sie diese Hürde erfolgreich gemeistert. Das Team versuchte immer, ihre Idee in einen realen Kontext zu setzen und sich zu fragen, ob ihr Start-up in der Realität funktionieren und Geld verdienen könnte.